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GND 141055472

Rudolf Hesse

Geburt Datum / Ort:
13.07.1871, Saarlouis
Tod Datum / Ort:
22.05.1944, München
Wirkungsort(e):
München, Koblenz
Nationalität:
Deutschland

Portrait:

Rudolf Hesse in seinem Atelier in München/Schwabing, ca. 1920

© Archiv RudolfHesse

Studienfächer:
Malerei
(Normierte) Berufsbezeichnung:
Kunstmaler
(Nicht-normierte) Tätigkeitsbezeichnung:
Maler, Zeichner, Illustrator, Grafiker
weitere biogr. Angaben:

1871 geboren am 13.07.1871 in Saarlouis

Mutter: Sybilla Hesse geb. Küpper

Vater: Michel Hesse, Kaufmann, Inhaber einer Eisenwarenhandlung am Kleinen Markt / Ecke Französische Straße, Interesse für Malerei und Fotografie

zwei ältere Brüder: Hugo und Emil Hesse, der seit 1895 als Verkaufsleiter für Villeroy & Boch in München tätig war

1896 kaufmännische Ausbildung im väterlichen Betrieb

1896-1901 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München
1896 Besuch der Primarstufe
1897-1901 Besuch der Mal- und Natur-Klasse von Prof. Nikolaus Gysis (1842-1901)

seither lebenslange Freundschaft mit den Malern Clemens Fränkel (1872-1944) und Max Mayerhofer (1875-1950, seit 1925 Professor an der Akademie der Bildenden Künste München). Wie sie, unter Abwandlung seines Namens in „van der Huye“, Mitglied des aus Malern, Juristen, Offizieren und Geschäftsleuten gebildeten Kreises „Die Niederländer“

Bekanntschaft mit dem Major Franzelin, gen. „Farasin“

1901 Studienaufenthalt in Paris

1903 freier Mitarbeiter der Wochenzeitschrift „Die Auster“

Atelier in der Rembergstraße (München)

ab 1903 Tätigkeit als Werbegrafiker

1904 bis 1934 freier Mitarbeiter der Münchener „Fliegenden Blätter“

freier Mitarbeiter der „Velhagen & Klasing Monatshefte“

Tätigkeit als Buchillustrator

1905 Studienaufenthalt in Paris

1906
Rückkehr nach München
Bekanntschaft mit Felicitas Tillessen (* 16. April 1886 in Saarlouis, † 1. April 1977 in Waldkirch), Studentin an der Königlichen Kunstgewerbeschule München

Studienaufenthalt in Holland und Belgien

1908 8. August 1908 Heirat mit Felicitas Tillessen in der Villa Asterstein in Koblenz-Ehrenbreitstein

1909
Geburt der Tochter Lilly († 2009)

Umzug zu den Eltern von Felicitas Tillessen nach Koblenz

Wohnung und Atelier in der Schlossstraße 51 II (Koblenz)

1910 Eröffnung einer Mal- und Zeichenschule in der Schlossstraße 22 I Rückgebäude,
Meisterschüler: Johannes Thiel

Tod des Schwiegervaters Karl Tillessen

Geburt des Sohnes Werner († 1945), Maler und Illustrator

1911 bis 1933 freier Mitarbeiter der „Jugend – Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben“
 
Restaurierung des Kreuzweges der katholischen Kirche in Holler (Westerwald)

Rückkehr nach München, zunächst wohnhaft in der Mandlstraße 1 a III, ab März 1913 in der Leopoldstraße 135 III

1912 Veröffentlichung seines Albums „Spass muss sein!“ im
R. Piper & Co. Verlag, München

1913 bis 1914 freier Mitarbeiter des „Kladderadatsch“

Geburt der Tochter Renate († 2002), Ordensschwester

1914 wegen eines Herzfehlers als kriegsuntauglich erklärt
während des Krieges Verlust seiner Barmittel bei einer Spekulation seines Bruders

1918 Einrichtung eines großen Ateliers neben der privaten Wohnung in der Leopoldstraße 135
 
Ruf an die Kunstakademie Konstantinopel, Absage aufgrund von Krankheit und Kriegsfolgen

1919-1922 gemeinsame Nutzung des Ateliers mit dem Drucker und Verleger Heinrich Graf (1898-1982), langjährige Zusammenarbeit, auch nach dessen Umzug in eine eigene, größere Werkstatt

1923-1926 Herausgabe mehrerer druckgrafischer Mappenwerke im Verlag Heinrich Graf

1930-1944 Mitarbeiter der Hausen Verlagsgesellschaft, Saarlouis/Saarlautern, des  Herder Verlages, Freiburg und des Fels Verlages, Essen, Illustration zahlreicher Bücher von Johannes Kirschweng, Peter Dörfler, Heinrich Lentz u.a.

1944 gestorben am 22. Mai 1944 in München

 


Mitglied in Künstlergruppen:

seit 1916 Münchner Künstlergenossenschaft (MKG) und der ihr angehörenden Gruppe "Die Achtundvierzig"

 

Mitglied in Vereinen / Berufsverbänden:

Kunstverein München
Reichsverband bildender Künstler Deutschlands

 


Ausstellungen:

Einzelausstellungen

1905
Kunstverein Augsburg
1910
Koblenz
1911
Galerie Heinemann, München
1914
Mannheim
1917
Kunstverein München, Lenbachsaal, Schack-Galerie, München
1922
Galerie Heinemann, München
1923
Buchhandlung M. Hausen, Saarlouis
1926
Buchladen Schmidt-Bertsch, München
1928
Oberschlesisches Museum Gleiwitz
1956
Galerie Schöninger, München
1967
Antiquariat Köhl, Saarbrücken
1968
Gedächtnisausstellung, Landratsamt Saarlouis
1977
Retrospektive, Junge Galerie A. von Gruchalla, Saarlouis
1980
Graphik-Kabinett, Saarlouis
1980
Städtisches Museum Saarlouis
1988
Städtisches Museum Saarlouis
2009
"Spass muss sein", Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis, Kunstmuseum Bayreuth (2010) und Saarländische Galerie in Berlin (2011)
2021
"Rudolf Hesse - Zwischen Sonntagsidylle und Kriegsnot. Der kritische Blick des Künstlers auf die Gesellschaft seiner Zeit", Ludwig Galerie Saarlouis


Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

1912
Kunstverein München
Galerie Ernst Arnold, Dresden
1913
Münchener Secession, Königliches Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz, München
Galerie Ernst Gurlitt, Berlin
Internationale Karikaturen-Ausstellung, Leipziger Künstlerverein auf dem Gelände der Internationalen Baufach-Ausstellung, Leipzig
Galerie Steinicke, Augsburg
Kunsthalle Leipzig
Ständige Ausstellung der Königlichen Graphischen Sammlung, München
1914
Münchener Secession, Königliches Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz, München
1916
Münchener Künstlergenossenschaft, Glaspalast, München
1917
Gruppe "Die Achtundvierzig", Kunstverein München
Münchener Künstlergenossenschaft, Glaspalast, München
1918
Münchener Künstlergenossenschaft, Glaspalast, München
1920
Graphisches Kabinett, Heinrichshofen‘sche Buch-, Kunst-, Musikalien- und Pianofortehandlung, Magdeburg
1922
"Münchener Kunststube“, Wuppertal-Elberfeld
1926
"Vier Jahreszeiten“, Kunstgalerie Jordan & Co., München
1933
"Die Kunst der deutschen Graphik und Illustration", Palais Herzog Carl Theodor, München
1935
"Das Bildnis in der Münchener Kunst von 1880 bis zur Gegenwart", Große Münchener Kunstausstellung 1935, Glaspalast, München
1979
"Die Zwanziger Jahre in München“, Münchner Stadtmuseum
1990
"Edvard Frank, Leo Grim, Rudolf Hesse – 3 Saarlouiser Künstler“, Atelier Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis

 

 

 

Öffentliche Sammlungen:

Bayreuth, Kunstmuseum
Mönchengladbach, Stadbibliothek
München, ehem. Königliche Graphische Sammlung
München, Münchner Stadtmuseum
München, Städtische Galerie im Lenbachhaus
Saarbrücken, Stiftung Saarländischer Kulturbesitz
Saarlouis, Ludwig Galerie Saarlouis
Würzburg, Museum am Dom

 

 

Schriftlicher Nachlass:

Archiv Ludwig Galerie Saarlouis

Werke

Rudolf Hesse - 1871 - 1944. Maler - Illustrator - Karikaturist, 30.11.1980-04.01.1981 (Städtisches Museum Saarlouis, Saarlouis)
Spass muss sein - Rudolf Hesse - Zeichnungen, Gemälde, Karikaturen, 24.05.2009-30.08.2009 (Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis, Saarlouis)
Spass muss sein - Rudolf Hesse - Zeichnungen, Gemälde, Karikaturen, 05.05.2010-25.06.2010 (Kunstmuseum Bayreuth, Bayreuth)
Rudolf Hesse - Zwischen Sonntagsidylle und Kriegsnot, 02.05.2021-29.08.2021 (Ludwig Galerie Saarlouis, Saarlouis)

Esswein, Herrmann, Rudolf Hesse, in: Zeitschrift für bildende Kunst 1913 (1912)/13 48. Jg., Neue Folge Bd. XXIV, H. 9, S. 216-222.
Hesse, Rudolf, Spass muss sein! Achtzig Federzeichnungen, München 1912.
Hochdörffer, Volker, Rudolf Hesse 1871-1944. Saarlouis – München. Maler – Illustrator – Karikaturist, Saarlouis 1980.
Ludwig Galerie Saarlouis (Hg.), Rudolf Hesse. Zwischen Sonntagsidylle und Kriegsnot, Saarlouis 2021.
Museum Haus Ludwig für Kunstausstellungen Saarlouis und Kunstmuseum Bayreuth (Hg.), Spass muss sein. Rudolf Hesse, Saarlouis 2009.