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GND 142628204

Ernst Germer

Geburt Datum / Ort:
14.07.1901, Ottweiler
Tod Datum / Ort:
08.01.1987, Trippstadt
Wirkungsort(e):
Ottweiler, Neunkirchen, Saarbrücken
Nationalität:
Deutschland

Portrait:

Ernst Germer

© Archiv Ernst Germer

Studienfächer:
Malerei, Grafik
(Normierte) Berufsbezeichnung:
Bildender Künstler, Kunsterzieher, Hochschullehrer
weitere biogr. Angaben:

1901 geboren am 14.07.1901 in Ottweiler
Mutter: Anna Pauline Germer geb. Weingard († 1942)
Vater: Otto Franz Germer, Fotograf († 1927)
drei Geschwister: Dorothea, Richard und Wilhelm († 1944)

1915–1921 Besuch der Seminar-Präparenten-Anstalt und des Lehrerseminars, Ottweiler

1921–1925 Studium an der Kunstakademie Kassel bei Ewald Dülberg

1925 Heirat mit der Lehrerin Johanna Germer geb. Grieger

1925–1926 Lehrbeauftragter im grafisch-technischen Verfahren, dann in freier und angewandter Kunst an der Staatlichen Kunst- und Kunstgewerbeschule, Saarbrücken
Ausgestaltung der Schalterhalle der Saarbrücker Landeszeitung mit 30 Reliefplatten aus Eisenguss (zusammen mit August Anhalt, 1944 zerstört)

1926 Geburt der Tochter Ursula
1927 Geburt des Sohnes Peter Otto

1927–1928 Studium an der Staatlichen Kunstschule zu Berlin bei Willy Jäckel und Georg Tappert
1928 Künstlerische Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen
1930 Pädagigische Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen

1929 3 große Wandbilder, Aula der damaligen Landesstudienanstalt, Ottweiler, heute Gymnasium Ottweiler (1953 entfernt)

19301939 Kunsterzieher an der Staatlichen Aufbauschule für Jungen, Ottweiler

1937 Beschlagnahmung von Werken aus dem Saarlandmuseum, Saarbrücken im Rahmen der nationalsozialischen Aktion "Entartete Kunst"

19391944 Kriegsdienst als Offizier der Deutschen Wehrmacht
1940 Westfeldzug
1941 Ostfeldzug
1943 schwerverwundet

1943 Scheidung von Johanna Germer
Heirat mit der Pianistin Martha Maria Babette Germer geb. Müller († 1974)

1944–1950 Kriegsgefangenschaft in Russland
1944-1948 Lager Jelabuga an der Karma
1948 Lager Grüntal
1949  Lager Stalingrad
Mitgefangener: der aus Ottweiler stammende Karl Waltzinger

1945 Geburt der Tochter Birgit
1951 Geburt der Tochter Karin

19511957 Kunsterzieher am Staatlichen Realgymnasium, Neunkirchen/Saar
unter seinen Schülern die Hochschullehrer Horst Linn und Wolfgang Kermer
Dozent an der Staatlichen Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk Saarbrücken

1953 Gusseiserne Tafel, Berufsschule, Ottweiler

1954 Sgrafitti und Wandbilder, Lehbesch-Schule, Ottweiler und Betzelbach-Schule auf dem Neumünsterer Berg, Ottweiler

1955 Eisenplastiken und Wandbilder, Volksschule, Merzig-Brotdorf

1956 Wandbild, Treppenhaus des Schlosstheaters Ottweiler
Wandbild, Volksschule, Scheidt

19571961 Aufbau und Studienleiter des Hochschulinstituts für Kunst- und Werkerziehung an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk Saarbrücken

1958 Schmiedeeisernes Tor, Friedhof Seminarstraße, Ottweiler

1960 Treppengeländer, evangelische Kirche, Ottweiler

19611966 Dozent für Kunsterziehung, ab 1963 Rektor und ab 1965 Prorektor der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes (Comenius-Hochschule / Evangelische Pädagogische Hochschule), Saarbrücken

1963 Sgrafitti und Resopalwandbilder, Lehbesch-Schule, Ottweiler

1964 Illustrationen zum Buch "Land der Gruben und Wälder"
Glasfenster und Lesepult, Kapelle der Comenius-Hochschule, Saarbrücken

19641972 Autor der Schulfunksendereihe "Schätze des Saarlandmuseums Moderne Galerie" im Saarländischen Rundfunk

1965 Entwurf und Gestaltung des Rathausbrunnens, Ottweiler

seit 1966 freischaffende künstlerische Tätigkeit

19661972 Lehrbeauftrager an der Pädagogischen Hochschule des Saarlandes, Saarbrücken

1968 Bronzebrunnen im Garten des Kreiskrankenhauses Ottweiler
Eisenplastik St. Florian am Feuerwehrgerätehaus, Ottweiler

1972 Resopalwandgestaltung Sonderschule, Illingen
Sgrafitto, Haus Paul, Tiefenbrunner Flur, Ottweiler

1973 Taufstein, evangelische Kirche, Ottweiler

1975 Sgrafitto, Haus Zeiger, Tiefenbrunner Flur, Ottweiler

1980 Umzug nach Trippstadt

1984 Verleihung des Professorentitels von der Regierung des Saarlandes

1987 gestorben am 08.01.1987 in Trippstadt


Mitglied in Vereinen / Berufsverbänden:

Landesverband Saar im Bund Deutscher Kunsterzieher (Vorsitzender)
Bundesvorstand des Bundes Deutscher Kunsterzieher
Ausschuss zur Reform der Pädagogischen Hochschule
Schulfunkbeirat des Saarländischen Rundfunks


Öffentliche Sammlungen:

Stiftung Saarländischer Kulturbesitz, Saarbrücken
Laboratorium – Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis

  • Ernst Germer – Ein Leben für Kunst und Unterricht, 28.05.2009-14.08.2009 (Landratsamt Ottweiler, Ottweiler)
  • Ecker, Jürgen, Ernst Germer 1901–1987. Ein Leben für Kunst und Unterricht, Neunkirchen 2009.